Empowerment für Kinder und Familien

Empowerment für Kinder und Familien

Ort: Dhading
Läuft seit: 1. Dezember 2019

15 öffentliche Schulen, über 20 Familien jährlich, rund 3'000 Schulkinder

In Usthis Projektregion in Nepal, dem abgelegenen Distrikt Dhading, gehört ein grosser Teil der Familien marginalisierten Bevölkerungsgruppen an. Viele von ihnen erleben Diskriminierung und schlagen sich als Tagelöhner:innen durch. Den Familien fehlen die Mittel, um den Kindern einen Bildungsabschluss zu finanzieren, oft müssen die Kinder deshalb ihre Schule vorzeitig abbrechen. Kinderarbeit ist eine bittere Realität in der Region.

INKLUSIVE SCHULBILDUNG UND EXISTENZSICHERUNG

2019 begann Usthi im Distrikt Dhading ein Bildungsprojekt aufzubauen, um armutsbetroffene Familien zu unterstützen und die Bildung in der Region zu stärken. Das Projekt setzt auf mehreren Ebenen an, so verbessert es nicht nur den Zugang zu Schulbildung für rund 3’000 Kinder, sondern unterstützt jährlich über 20 Familien dabei, ihr Haushaltseinkommen zu verbessern. Dadurch können sich die Eltern einen stabileren Verdienst erarbeiten und langfristig selbst für die Schulbildung ihrer Kinder aufkommen. Zudem investiert Usthi in die Infrastruktur und Bildungsqualität an 15 Schulen in der Region.

Ergänzend unterstützt das Projekt 22 sehbehinderte Kinder, die in einem Wohnheim an einer der Projektschulen leben. Dazu wird in ihre Schule investiert, um den Unterricht inklusiv und bedürfnisgerecht zu gestalten, sowie in das Wohnheim, um die Infrastruktur zu verbessern.

Begleitend dazu sensibilisiert das Projektteam die Bevölkerung und die Lehrpersonen zu Themen wie Kinderrechte, Kinderarbeit und Gesundheit. Durch den ganzheitlichen Ansatz des Projekts möchte Usthi die Bildungssituation nachhaltig verbessern und armutsbetroffenen Kindern eine solide Ausbildung für ihren Weg in die Zukunft ermöglichen.

Mit Ziegen oder Fruchtbäumen können Familien ihr Einkommen verbessern.

Investitionen in lokale Schulen verbessern die Bildungsqualität in Dhading nachhaltig.

Ziel ist es, dass die Eltern langfristig die Bildungskosten ihrer Kinder selbst tragen können.

Ich kann zeigen, was man als Frau alles erreichen kann.
Rashmi Tamang, stolze Besitzerin einer Ziegenherde

Was zwei Ziegen mit der Ausbildung von Rashmi Tamangs Tochter zu tun haben

Rashmi Tamang und ihre Familie leben in der Projektregion Dhading in Nepal. Sie gehören zu den Tamang, einer marginalisierten Minderheit, und leben in multi-dimensionaler Armut – wie viele der Menschen hier. Um über die Runden zu kommen, mussten die Kinder zum Familieneinkommen beitragen und besuchten den Schulunterricht nur unregelmässig. 2022 erhielten Rashmi und ihre Familie deshalb durch das Projekt zwei Ziegen. Die Zucht der Nutztiere hilft ihnen, den Lebensunterhalt aufzubessern. Inzwischen konnte Rashmi bereits erste Zicklein verkaufen und so für die Ausbildung ihrer Tochter aufkommen. Um ihr Einkommen weiter zu stärken, plant Rashmi, einen kleinen Laden in der Nähe einer Schule aufzubauen. Da ihr Mann oft geschäftlich unterwegs ist, verwaltet sie die Ziegenzucht und das Vermögen der Familie.

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